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Breakaways (Australien)
Schliffarten und Formen

Schliffformen (Shape)

Vollopale werden meist zu Cabochons verarbeitet.

Eine Ausnahme bildet klares transparentes Rohmaterial, das auch zu Facettensteinen verarbeitet werden kann. Hierbei handelt es sich überwiegend um mexikanische Feueropale, die in unterschiedlichen, facettierten Formen angeboten werden. Das Facettieren wird hier nicht weiter beschrieben. Ebensowenig die Verarbeitung von Opalen, die mitsamt Muttergestein zu dekorativen Anhängern oder Figuren geschliffen werden.

Mögliche Standard-Schliffformen für Opal-Cabochons sind neben dem Freiform-Schliff:
Schliffformen
Ovale Formen in Standard-Größen, wie 6x4, 8x6, 10x8, 12x10 mm etc. werden auch als kalibrierte Steine bezeichnet. Diese Steine vereinfachen bei der Schmuckherstellung die weitere Verarbeitung, insbesondere beim Anfertigen von Fassungen. Allerdings bleibt bei dieser "erzwungenen" Formgebung naturgemäß nur ein Teil des Rohmaterials für den geschliffenen Opal erhalten, sofern nicht der Rohstein zufälligerweise bereits eine ovale oder runde Form hat.

Häufig finden sich Freiform-Opale, deren Umriss am Erscheinungsbild des Rohsteins ausgerichtet wurde. Durch diese Schliffart bleibt der größtmögliche Opalanteil am Stein erhalten, ohne die bei Standard- oder kalibrierten Formen anfallenden Verluste in Kauf nehmen zu müssen.

Die Auswahl der Form ist Geschmacksache, aber oftmals bieten Freiform-Opale ein ausdrucksstärkeres Erscheinungsbild als Standard-Formen, insbesondere wenn der Opalschleifer mit viel künstlerischem Einfühlungsvermögen einen geometrisch ansprechenden Opal-Edelstein geschaffen hat.

 

Dome oder Wölbung

Das zweite Element der Form ist die Wölbung (engl.: dome), die zu sehen ist, wenn der Stein von der Seite betrachtet wird. Es lässt sich hier grob nach "high-dome", "medium-dome", "low-dome" und flach (flat) unterscheiden. Diese Einstufung spielt allerdings nur bei Vollopalen (Solids) eine Rolle, die durch eine entsprechende Tiefenwirkung ihre Farben zur Geltung bringen sollen.
Dome
Grundsätzlich wird angestrebt, das Farbspiel der Pattern hervorzuheben. Dies gelingt meist mit einem high-dome, weshalb diese Steine i.d.R. auch höhere Preise erzielen. Allerdings sind auch einige der besten Schwarzopale aus Lightning Ridge nur als medium- oder low-dome Opale geschliffen, da hier das brilliante Feuer in einer relativ dünnen Lage Edelopals zum Vorschein trat.

Der Dome sollte auch auch nicht zu hoch sein und immer im ausgewogenen Verhältnis zur Breite und Länge des Steins stehen.

 

Zusammengesetzte Opale

Dubletten

Als Dubletten werden Steine bezeichnet, die aus einem Edelopal-Oberteil und einem Unterteil zusammengesetzt sind. Es handelt sich hierbei keineswegs um Imitationen oder synthetische Opale. Das Oberteil, ein dünn geschliffenes Plättchen möglichst hochwertigen Edelopals, wird auf ein dunkles, passendes Unterteil geklebt, das i.d.R. aus dunklem Potch oder auch Eisenstein, Onyx, Obsidian oder anderen dunklen Mineralien besteht.

Schwarzer Potch eignet sich am besten als Unterteil, da das Material das selbe Temperatur- und Feuchtigkeitsverhalten wie die Edelopalschicht hat. Die dunkle Unterlage verleiht dem dünnen Edelopal eine dunkle Körperfarbe, was die Farbwirkung und Leuchtkraft steigert.
Dublette
Die Wertbestimmung kann bei Dubletten nach der Faustregel, 5% bis 10 % des Wertes eines vergleichbaren Vollopals, durchgeführt werden. Zu erkennen sind Dubletten in der Seitenansicht an der scharfen ebenen Trennlinie zwischen Ober- und Unterteil. Bei gefassten Steinen ist die Unterscheidung zum Vollopal oftmals schwierig.

Achtung: eine natürliche Dublette ist keine Dublette!
Teilweise werden auch Vollopale mitsamt der natürlich daran gewachsenen Potch-Schicht auf der Unterseite geschliffen. Das sichtbare Ergebnis ist ähnlich wie bei einer zusammen geklebten Dublette, allerdings kann der fertige Stein genauso beansprucht werden wie ein Vollopal. Man spricht wegen des (natürlichen) Schichten-Aufbaus hier von natürlichen Dubletten, auch wenn diese Steine mit Dubletten nichts zu tun haben.

Erkennen lässt sich der Unterschied in der Seitenansicht, wo natürliche Opale keine durchgehende, scharfe oder gar plane Trennlinie zwischen Edelopal und Unterlage zeigen.

 

Tripletten

Die dreischichtigen Tripletten stellen eine Weiterentwicklung der Dubletten dar: Der untere Aufbau ist identisch, die dünne Edelopalschicht wird zusätzlich durch Aufkleben einer transparenten Bergkristall- oder Glaskappe geschützt.

Die Kappe schützt einerseits den Opal vor Verkratzen und evtl. Austrocknen, andererseits wirkt die gewölbte Oberfläche wie eine Linse und vergrößert die Farbwirkung des Opals.
Triplette

 

Mosaike und Intarsien

Hierbei handelt es sich um Dubletten oder Tripletten, bei denen die dünne Opalschicht aus kleinen Opalsplittern (Chips) zusammengesetzt  wurde, um ein Muster oder auch eine Figur zu erzeugen.

Mosaik
Intarsie

Opal-Mosaik

 Opal-Intarsie