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Breakaways (Australien)
Fundstellen

Opal - Fundstellen

Opal-Fundorte gibt es fast auf der ganzen Welt. Australien jedoch liefert mit ca. 95% der Weltförderung an Opalen den Hauptanteil, gefolgt von Mexiko mit 4 %. Daher beginnt diese Fundstellenübersicht, abweichend vom Alphabet, mit einem etwas ausführlicheren Australienteil.


 

 

 

 

 

 

Die Weltkarte des Opals

 

 

 

 

 

 

Kasachstan

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Europa

 

 

 

USA

 

 

 

 

 

Mexiko

 

 

 

 

 

Honduras

 

 

 

 

Indonesien

Peru

Brasilien

 

Mali

 

Australien

 

 

 

 

 

 

 

Madagaskar

 

 

 

 

 

Australien

Bis auf wenige Ausnahmen sind die Opalvorkommen Australiens auf die Sedimentbildung im Bereich des "Great Artesian Basin" (Großes artesisches Becken) zurückzuführen. Hier wurden in den Ablagerungen aus Jura und Kreidezeit die Voraussetzungen für die Bildung des Opals geschaffen. Bei der Verwitterung ehemaliger Meeresböden und seiner lebenden Organismen entstand ein Kieselsäure, die sich in Rissen, Spalten und porösen Gesteinsschichten ablagerte und in den Jahrmillionen bis zum Tertiär zu Opal wurde. Aus diesem Becken stammen 90-95% der Weltförderung von Edelopalen, aufgeteilt auf drei Bundesstaaten:

Australienkarte

Queensland mit den Zentren Yowah, Koroit, Jundah, Quilpie, Cunnamulla, Winton und Opalton. Auch bekannt als das "home of the Boulder". Von hier kommen die meisten Boulder-Opale sowie Yowah-Nüsse und andere Kostbarkeiten. Die Boulder-Felder von Queensland liegen in einem ca 300 km breiten Gürtel, der Winton-Formation, über eine Strecke von ca. 1000 km Länge.

New South Wales ist mit den Zentren Ligthning Ridge und White Cliffs die Heimat der kostbarsten Edelopale. Aus Lightning Ridge (früher: Wallangulla) kommen die wertvollen Schwarzopale. Der Ort liegt in einer kargen Landschaft auf einer niedrigen Bodenwelle, über der sich häufig Blitze entladen sollen - daher der Name Lightning Ridge. Die Opalminen sind sichelförmig um die Stadt verteilt und bestimmen mit ihren zahleichen Aushubhaufen das Landschaftsbild. Der Opal wird im Grenzbereich zwischen tiefer liegenden Mergelschichten und dem darüber liegenden Sandstein in der Wallangulla-Sandstein- Formation gefunden. Die Minen sind meist, wie teilweise auch in Coober Pedy nach der Entfernung zur Stadt bezeichnet, wie z.B. 3-Mile-, 6-Mile- oder 9-Mile-Field.

In South Australia werden vorwiegend helle Edelopale geschürft. Fundstätten sind bei Coober Pedy, Andamooka, Mintabie und Lambina. Coober Pedy, am Stuart-Highway gelegen, bezeichnet sich als "Welthauptstadt des Opals". Der Name wurde aus der Aboriginie-Sprache (kupa piti) abgeleitet, was soviel heißt wie "Weißer Mann im Erdloch". Über einen langen Zeitraum nach Gründung der ersten Mine 1915 war Coober Pedy weltgrößter Opal-Produzent, wurde jedoch in den 90er Jahren hierin von Mintabie abgelöst. In Coober Pedy selbst hat heute der Tourismus Einzug gehalten, geschürft werden darf nur noch auf den weit außerhalb der Stadt gelegenen Opalfeldern. Die stillgelegten Minen im Stadtbereich werden heute als sogenannte Dugouts für die Hotelerie, Gastronomie, als öffentliche Einrichtungen oder auch von den Minern selbst bewohnt und genutzt.
 

Rohstein aus Andamooka

 

 

 

 

 

 


 

 

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Afrika (Rift Valley)

Diese Opale, auch bekannt unter der Bezeichnung  ‘Äthiopier’, werden im Rift Valley als rhyolithische Geoden in Lagerstätten vulkanischer Asche gefunden. Diese Nodule sind sehr zahlreich, allerdings ist die Ausbeute von Material, das zu Schmuckstücken verarbeitet werden kann, äußerst gering. Weniger als 1 % der ’Steinnüsse’ enthalten wertvolle Opale mit funkelnden Farben. Etwa 10 bis 20% können zu schönen Schmucksteinen geschliffen werden, allerdings (fast-)ohne das typische Opal-Farbenspiel. Andere Geoden enthalten ein sehr brüchiges, opakes Material, das sich kaum bearbeiten lässt, aber in unglaublich schönen Farben glitzert.

 

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Brasilien
Crystal-Opal aus Brasilien, Pedro II

Bei der Stadt Pedro II im Staat Piaui wurden bis 1985 systematisch helle Opale gefördert. Hierunter fanden sich auch Steine, die sich wenig von den australischen Opalen unterschieden. Die Funde wurden von den australischen Minenbesitzern zum Großteil nach Australien exportiert und dort vermarktet. Heute werden etwas südlich von Pedro II im Gebiet der Roca noch in kleinem Stil und mit sinkendem Ertrag diese wunderschönen Opale gefördert.

 

Neue Funde stammen aus der Gegend von Campos Borges im Staat Rio Grande du Sol. Von hier kommen orangefarbene bis feuerrote Steine, die auch geschliffen werden.
 

 

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Europa

Ostdeutschland:
Im nordwestsächsischen Porphyrgebiet wurden um 1780 spezielle Milchopale, sog. Hydrophane gefunden und zu Ringsteinen verarbeitet. In der Literatur ist hier bei Gröppendorf der Fundort Hubertusburg erwähnt. Auf Grund ihrer Fähigkeit, Wasser aufzunehmen und dann vorübergehend ein ansonsten nicht sichtbares Farbspiel zu zeigen, wurden diese Opale im 18. Jahrhundert unter der Bezeichnung "Oculus mundi", Weltauge, gehandelt.

Ebenso wurden milchigweiße Opale ohne Farbspiel im Erzgebirge im Gebiet um den Eibenstock gefunden. Diese wurden im 17. Jahrhundert vereinzelt zu Schmuckstücken verarbeitet.

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Slowakei: In den Opalgruben von Dubník bei Cervenica wurden vom 15. bis ins 19. Jahrhundert Edelopale gefördert. Dieses Gebiet gehörte vor 1920 zu Ungarn, weshalb oftmals auch der Begriff "Ungarische Opale" verwendet wird. Durch die Entdeckung der australischen Opalvorkommen konnten die ostslowakischen Gruben dem Preisverfall nicht standhalten und wurden 1922 stillgelegt. Bedeutende Fund- und Schmuckstücke sind heute im Naturhistorischen Museum Wien sowie im ungarischen Nationalmuseum Budapest zu besichtigen.

 

 

 

 

Türkei: In der Nähe der westanatolischen Stadt Simav wurde zwischen 1910 und 1914 systematisch nach Edelopal geschürft. Im hellen Quarzporphyr fand man Opale mit farbloser über milchig trüb, weiß, gelb, orange bis roter Körperfarbe. Auch Dendritenopale befanden sich darunter. Opale mit Farbspiel sind allerdings eher eine Seltenheit.

 

 

 

Opal_Türkei_Master_klein

 

 

 

 

Ukraine: Seit einigen Jahren ist auch ein Opalvorkommen in der Ukraine bekannt. Auch hier wurden schleifwürdige Opale gefunden.

 

 

 

 

 

Honduras 
 

 

 

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Opalmatrix aus HondurasIn Honduras kannte man Opale bereits vor 15 Jahrhunderten. Dies bezeugen Grabbeigaben der Maya-Kultur aus dieser Zeit. Heute gewinnt dieser außergewöhnliche Opal dank der Unterstützung von Fair Trade Minerals e.V. zunehmend an kommerzieller Bedeutung. Mit seinem Honduras-Projekt unterstützt dieser Verein, in Zusammenarbeit mit der dortigen Regierung, die Bevölkerung von Lempira, der ärmsten Region Honduras und gleichzeitig Fundgebiet der Opale. Durch Wissenstransfer, technische Unterstützung sowie die Bildung von Kooperativen konnte der Opalabbau verbessert werden und so stehen jetzt erstmals größere Mengen, vor allem von der faszinierenden schwarzen Opalmatrix, zur Verfügung. Hierdurch haben bereits 300 Familien ein Auskommen durch den Opalabbau.

Die schwarze Opalmatrix (Bild oben) stellt mengenmäßig den größten Teil des honduranischen Opals, wobei die Besonderheit ist, daß die feinverteilten Opaleinschlüsse im Muttergestein (Ignimbrit) tatsächlich Schwarzopal sind. Das bedeutet, die schwarze Farbe rührt nicht nur vom Muttergestein her, auch der Opal selbst hat eine schwarze Körperfarbe, was die Farbintensität des Opalisierens verstärkt.
 

 

 

VetaWesentlich seltener, aber von außerordentlicher Schönheit ist der honduranische Veta-Opal oder Seam-Opal ("Ader-Opal"), schmale weiße Opal-Lagen und -Adern im dunklen Muttergestein, die ihrerseits von farbenprächtigen Edelopal-Streifen durchzogen sind. Diese bunten, oft mehrfach parallel verlaufenden Streifen zeigen ein außergewöhnlich intensives Opalisieren, dessen Farben sich beim hin und her Bewegen oft durch das ganze Regenbogen-Spektrum erstrecken.

Das Highlight unter den honduranischen Opalen sind jedoch die augenblicklich noch selteneren Kristallopale, Edelopale mit wasserklarer Körperfarbe und intensiven opalisierenden Flecken. Die Kristallopale sind meist als rundliche "Nuts" ("Nüsse") im Muttergestein eingelagert. Durch die wasserklare Körperfarbe sieht man in manchen Stücken die Farbflecken dreidimensional im Raum "schweben".

Ein Opalvorkommen mit großem Potential, mit traumhaften Opalen von ganz eigenem Charakter und dem schönen Nebeneffekt, dass sie fair gehandelt wird.

 

 

 

 

Indonesien

Die Edelopale Indonesiens stammen aus vulkanischen Vorkommen auf Java. Die Körperfarbe reicht von milchig hell bis grün, braun oder schwarz. Selten auch Wasser- und Feueropale mit Farbspiel.
 

 

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Kasachstan

Eine Entdeckung bei der Urangewinnung in Zentral-Kasachstan. Feueropal im Granitgestein mit Stärken bis zu 10 cm Dicke. Allerdings selten mit Farbspiel und auch selten klar. In der Grundfarbe rot bis rotbraun. Hier werden auch schleifwürdige Opale gefördert. Fundorte zwischen Zelinograd und Koktschatav
 

 

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Madagaskar

Auch auf Madagaskar sind Opale zu finden. Der abgebildete Honigopal stammt von der Fundstelle Mahatsinja bei Bekily.

Rohopal aus Madagaskar

 

 

Mali

1995 wurden diese ostafrikanischen Opale erstmals in Deutschland angeboten. Fundort soll Nioro du Sachel, Djudigui sein.
 

 

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Mexiko

Mexiko ist mit ca. 4% Marktanteil nach Australien der zweitwichtigste Opal-Lieferant und unbestrittener Spitzenreiter bezüglich der Feuer- und Wasseropale.

Karte Mexico

 

Sämtliche Vorkommen liegen im gebirgigen Hochland, insbesondere zwischen den Städten San Juan del Rio und Querétaro im gleichnamigen Staat Querétaro, bei Zimapan im Staat Hidalgo, südwestlich von Irapuato im Staat Guanajuato sowie südöstlich von Tepic im Staat Nayarit.


 

Das Muttergestein der mexikanischen Opalvorkommen ist, anders als in Australien, grundsätzlich vulkanischen Ursprungs, bestehend aus Rhyolith, Andesith und Trachyt, seltener auch Porphyr.

Opale wurden bereits von den Azteken geschürft und zu Schmuck verarbeitet. Das berühmteste Stück ist der "Sonnengott-Opal", welcher heute Bestandteil der bekannten Hope-Sammlung (zu der auch der weltweit bekannte Hope-Diamant gehört) ist und im Field Museum für Naturgeschichte in Chicago bestaunt werden kann.

Das Wissen um die Opal-Vorkommen ging in den Jahrhunderten allerdings verloren und lebte erst im 19. Jahrhundert durch Wieder-Entdeckung einzelner Fundstellen erneut auf.

Der Abbau erfolgt zum Großteil im Tagbau, wo mit Hilfe von Dynamit das harte Rhyolithgestein gesprengt wird. In mühevoller Handarbeit erfolgt die weitere Zerkleinerung der Gesteinsbrocken und das Auslesen der opalhaltigen Anteile.
 

 

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Peru

Aus Peru kommen die sogenannten Andenopale, in der Körperfarbe von blaugrau, blaugrün bis türkis; oftmals gebändert und auch mit Dendriten. Teilweise sind diese Steine sehr klar und von zartblauer Farbe.

In der Region um Arequipa werden auch opake bräunlich-rosa- bis pink-rosa-farbene Opale gefunden.

Blaue Andenopale

 

 



 

 

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Tansania

Opalknolle aus Tansania

Im Westen Tansanias, in der Gegend von Morogoro, werden transluzente bis opake reinweiße Milchopale in phantasievoll geformten Knollen gefunden. Weitere Fundstellen bringen gelbe Opale mit dem sogenannten Katzenaugeneffekt zu Tage.

 


 


 


 

 

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USA

Die zahlreichen Fundstellen der USA liefern weniger häufig schleifwürdige Edelopale, allerdings werden zahlreiche wunderschöne Sammlersteine gefunden.

Südlich von Tucson, Arizona entdeckte man 1969 Opal mit opaker, blauer Körperfarbe. Vereinzelt weist dieser auch Farbspiel auf.

Im Red Rock Canyon, Mohave-Wüste im Staate California fand man Feueropale ähnlich den mexikanischen, sowie klare Opale in RhyolithIcecream-Opal aus Idaho

 

Aus Idaho sind durchscheinende Zitronenopale sowie heller Edelopal in Rhyolith bekannt. Im südlichen Idaho wurde auch blauer Opal, ähnlich dem aus Arizona gefunden. Relativ neu ist eine Fundstelle des sog. Icecream-Opal.

 

Opalmatrix aus der Nähe von Lafayette, Louisiana, wird zu Schmucksteinen geschliffen. Die kleinen Opalsprenkel zeigen lebhaftes Farbspiel.

Versteinertes Holz mit Opal

Eine der bedeutendsten Opalfundstellen der USA liegt im Virgin Valley, Nevada. Aus diesem Gebiet wird versteinertes Holz aus schönstem Edelopal in den unterschiedlichsten Formen auf dem Weltmarkt gehandelt. Das Bild links zeigt ein Stück einer ca. 12 Millionen Jahre alten, opalisierten Konifere.

 

Aus den Blue Mountains, Oregon, stammen einzigartige klare Opale mit grün-blauem Farbspiel. Sie werden in Rhyolith-Geoden gefunden und zeigen ihre Farben vor allem im Durchlicht ("contra luz"-Effekt).

Rhyolithknolle aus Oregon

Schließlich sind noch die hellen Edelopale aus dem Gebiet um Milford, Utah zu nennen, die teilweise ebenfalls den "contra luz"-Effekt aufweisen.

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